H-Blockx: „Wir haben Bock wie am ersten Tag“

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Die Crossover-Pioniere H-Blockx kehren mit ihrem neuen Album „FILLIN_THE_BLANK“ zu ihren energetischen Wurzeln und dem Sound ihres Debüts „Time to Move“ aus dem Jahr 1994 zurück. Wir sprachen mit Sänger Henning Wehland über alte Zeiten, die neue Platte und die anstehende Tour, welche sowohl neue Songs als auch alte Klassiker auf die Bühne bringt.

Henning Wehland: Interessanterweise sehr, sehr häufig. Es ist aber das schönste Kompliment, das es gibt. Wir treffen auf Leute, die uns nach so langer Zeit auf die eine oder andere Art die Treue gehalten haben. Es freut mich enorm, wenn Menschen merken, dass die Band immer noch ein Teil von ihnen ist und die neuen Songs sie an etwas denken lassen, das tief in ihnen steckt.

Wehland: Das sind doch die schönsten Geschichten. Wir haben das ganz genau so gemacht: uns eigene Rampen gebaut, sind Skateboard gefahren und hatten eine gute Zeit. Ich kann dieses Gefühl also komplett nachempfinden.

Wehland: Überhaupt nicht. Die Vergangenheit zu betrachten, hat ja schon fast etwas Romantisches. Und mit den H-Blockx musikalisch sozialisiert worden zu sein – da gibt es doch wirklich Schlimmeres (lacht).

Wehland: Das war ein Impuls von unserem Trommler und Produzenten Steddy. Er schlug vor, die technischen Limitierungen, die wir damals hatten, auf die neuen Songs zu übertragen. Wir sind dieser Idee konsequent gefolgt und haben – wie früher im Proberaum – mit sehr einfachen Mitteln Songs entwickelt. Dadurch ist viel Energie freigesetzt worden. Wir haben eigentlich die letzten 20 Jahre nach diesem Kern gesucht, den unser Debütalbum „Time to Move“ hatte – und nun hat es wieder funktioniert.

Die H-Blockx um Sänger Henning Wehland (2.v.r.) kommen mit neuem Album im Gepäck ins Kassablanca Jena.
Foto: Danny Kötter @thezitterman

Wehland: Als junger Mensch will man natürlich alles ausprobieren, egal, wie viele erfahrene Musiker einem raten, bei der Sache zu bleiben. Wir hatten das riesige Glück, unseren größten Erfolg gleich mit unserer ersten Platte zu landen. Aber genau das wurde auch zu unserer größten Herausforderung. Viele haben erwartet, dass das Erlebnis vom ersten Hören von „Time to Move“ immer wiederkehren muss. Letztendlich haben wir uns nach langer Zeit einfach getraut, wieder wir selbst zu sein.

Wehland: Ich schaue nicht zurück, um mich darüber zu ärgern, was ich damals hätte besser machen können. Ich hatte ja die Erfahrungen noch nicht. Was wir definitiv immer noch haben, sind Feuer, Energie und Bock wie am ersten Tag. Aber wir können heute ohne Druck arbeiten, haben einen regen Austausch mit unserer Plattenfirma und treffen Entscheidungen nur, wenn wir alle zu 100 % dahinterstehen. Das machen wir heute viel besser als damals.

Wehland: Ein Teil der neuen Songs wird dabei sein, aber auch die alten Hits werden natürlich nicht fehlen. Wir wollen diese spezielle Verbindung zwischen Publikum und Bühne schaffen. Wie bei einem Gespräch mit einem Freund, den man in- und auswendig kennt: Man geht danach nach Hause und spürt diese besondere Verbundenheit.

Wehland: Na ja, ganz so einfach ist es auch nicht. Wir machen uns schon viele Gedanken – über die Reihenfolge der Songs, über die Ansagen und sogar über unsere Kleidung. Ein echter Gamechanger war für uns die Entscheidung, einen einheitlichen Look auf der Bühne zu tragen. Ein einfaches Mittel, aber mit großer Wirkung. Das sieht gut aus!

Wehland: Danke für euer Interesse! Wir sehen uns im März!

Interview: Michael Stocker

H-Blockx: am 13. März 2026 um 20 Uhr im Kassablanca Jena. Weitere Informationen sind zu finden unter www.kassablanca.de oder unter www.h-blockx.com!

Dieses Interview erschien in Ausgabe 177 im Stadtmagazin07.