Am Donnerstag, den 23. April 2026 lädt der Beutenberg Campus in Jena wieder zeitlich parallel zum Girls‘ Day Schülerinnen und Schüler ein, Wissenschaft zu erleben. Beim „Forsche Schüler Tag“ haben Interessierte ab der 8. Klasse die Möglichkeit, einen Tag lang Wissenschaft „auszuprobieren“. Dabei können sie aus einem vielseitigen physikalisch und lebenswissenschaftlich ausgerichteten Angebot der teilnehmenden Institute auswählen.
Ganz nach dem Campus-Motto „Life Science meets Physics“ können die Teilnehmenden aus einem vielseitigen ausgerichteten Angebot auswählen. Die Institutionen bieten Schnupperworkshops an, bei denen sie auch selbst im Labor experimentieren dürfen und so die Wissenschaft für sich entdecken können.
Der Forsche Schüler Tag findet in diesem Jahr bereits zum 15. Mal statt. Insgesamt ließen sich schon rund 1500 Interessierte von der Forschung und Wissenschaft begeistern.
Was ist alles los, wer ist dabei? – Die Programmübersicht
Im Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) lässt sich die Pflanzenvielfalt am Beutenberg mit der am Institut mitentwickelten App „Flora Incognita“ mit dem Smartphone erkunden. Außerdem wird zu Mitmachexperimenten rund um das „Klima“ eingeladen.
Im Max-Planck-Institut für chemische Ökologie (MPI-CE) entdecken die Schülerinnen und Schüler, wie sich Pflanzen und Insekten über chemische Signale verständigen. Dabei wird gezeigt, wie man mithilfe von Maschinen riechen kann. Darüber hinaus wird ein mikroskopischer Blick in die verborgenen Strukturen des Lebens geworfen und man kann selbst praktische Erfahrung in einem molekularbiologischen Labor sammeln. In dem Workshop „Navigieren nach Düften“ wird thematisiert, welche Rolle Düfte bei Insekten spielen, wie sie riechen und wie sie auf verschiedene Gerüche reagieren. Dürfte sind die geheime Sprache der Natur.
Das Programm des Zentrums für Molekulare Biomedizin (CMB) der Friedrich-Schiller-Universität Jena steht unter dem Motto „Geniale Zellen“: Zellen sind Leben, Zellen wandern, essen und vermehren sich und Zellen können sogar lernen. Es werden unterschiedliche Zellen und Biomoleküle sichtbar gemacht und Proteine aus verschiedenen Geweben, wie z. B. Haut, Niere oder Blut genauer unter die Lupe genommen. Hier kann man Zellen und ihr „Innerstes“ mit eigenen Augen sehen und versuchen, Unsichtbares sichtbar zu machen.

Foto: MPI-CE | Angela Overmeyer
Die Projekte des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) stehen ganz im Zeichen des gesunden Alterns. Es werden Vorträge, Videos und Mitmachaktionen angeboten. Durch das Ausprobieren von Alternssimulationen erahnen die Jugendlichen, wie es sich anfühlen kann, wenn man alt wird oder ist. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler den Kontakt zu den Biologielaborant/innen, Tierpfleger/innen, Fachinformatiker/innen, die zurzeit im Institut eine Ausbildung absolvieren sowie deren Ausbilder/innen suchen und so Informationen zu den Berufsbildern aus erster Hand erhalten.
Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) bietet in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine aufregende „Entdeckungsreise in die Welt der Mikroorganismen und Naturstoffe“ an. Die Teilnehmenden erleben, wie man Wirkstoffe aus Mikroben gewinnt und wie kleine Strukturen mit Fluoreszenzfarbstoffen sichtbar gemacht werden können. Die Projekte befassen sich auch damit, was Hefe alles kann und wie Mikroskopie und künstliche Intelligenz (KI) helfen können, Pilzinfektionen zu bekämpfen und wie Pilze für unseren Körper vom Freund zum Feind werden können.
Physikalisch interessierte Jungen und Mädchen sind imLeibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) herzlich willkommen. Im können die jungen Gäste mit eigenen Augen sehen, wie die Grundlage für schnelles Internet entsteht. Es wird gezeigt, wie optische Vorformen hergestellt werden, aus denen später Glasfasern gefertigt werden und man erfährt wie man Hightech Gläsern spezielle chemische Elemente, wie z.B. Aluminium und Seltene Erden beimengt, um sie für besondere Aufgaben fit zu machen. Interessant ist auch die Besichtigung des Forschungs-Faserziehturms, der sich über 4 Stockwerke und voller interessanter und tonnenschwerer Technik steckt. Darüber hinaus besteht die Chance zu erleben, wie man mit einem Elektronenmikroskop extrem kleine Details sehen kann, die mit einem normalen Mikroskop nicht sichtbar sind. Außerdem können Gegenstände auf ihre Beschaffenheit hin untersucht werden – eine tolle Gelegenheit selbst mitgebrachte Schmuckstücke auf ihre Materialzusammensetzung zu testen.
Im Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF wird gezeigt, dass Quantentechnologien im Alltag eine immer größere Rolle spielen. Welche Bedeutung sie im Hinblick auf eine abhörsichere Kommunikation und für die Datensicherheit einnimmt, lässt sich beim Forsche Schüler Tag erfahren. Bei einer Tour durch das Fraunhofer-Institut wird gezeigt, wie aus Licht echte Zukunftstechnologien werden. Die Jugendlichen sammeln Eindrücke aus dem quantentechnologischen Forschungsbereich, in der Werkstatt und im Faserziehzentrum und lernen Mitarbeitende kennen, die über spannende Möglichkeiten für Praktika, Ausbildungen oder ein Studium in der Optik und Photonik Auskunft geben können.
In diesem Jahr beteiligt sich die am Beutenberg ansässige Firma Wacker Biotech GmbH auch wieder am Forsche Schüler Tag. Sie vermittelt einen Einblick darüber, wie die Arbeit in der Biotechnologie aussehen kann und wie man aus Bakterien hochwirksame Arzneimittel gewinnt. Die Teilnehmenden können die Gelegenheit nutzen und Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten und Berufsbilder bei einem biopharmazeutischen Hersteller gewinnen.
Auch die Lichtwerkstatt im Abbe Center of Photonics bietet einen physikalisch ausgerichteten Workshop unter dem Titel: „VomHerzschlag und Muskelzucken bis zur Quantenphysik – wir basteln Biosensoren! an. In einem zweiten Workshop wird es künstlerisch: Die Schülerinnen und Schüler wenden hier eine alte Fototechnik, die Cyanotypie, an, mit der sie selbst leuchtend blaue Bilder kreieren können.
Die Veranstaltung endet mit einem Abschlussvortrag von Prof. Dr. Miriam Agler-Rosenbaum vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie zum Thema: „Schulzeit vorbei – jetzt geht das Leben los! – Tipps und Ideen, wie es weitergehen kann“.
Alles zur Anmeldung
Alle interessierten Mädchen und Jungen ab der 8. Klasse können sich im Internet über das lokale Angebot am Beutenberg unter www.beutenberg.de informieren und sich dort auch direkt bis Dienstag, den 21. April 2026 anmelden bzw. sich durch ihre Erziehungsberechtigten anmelden lassen, sofern sie noch keine 16 Jahre alt sind.
15. Forsche Schüler Tag: am 23. April 2026 am Beutenberg Campus in Jena. Weitere Informationen zum Programm sind zu finden unter www.beutenberg.de/veranstaltungen/forsche-schueler-tag/!
Text: PM Beutenberg Campus Jena e.V.













































































































































































































