Geschwollene Gelenke, anhaltende Morgensteifigkeit oder entzündliche Rückenschmerzen: Hinter solchen Beschwerden kann eine entzündlich-rheumatische Erkrankung stecken. Allein in Deutschland leiden drei Prozent der Bevölkerung daran – Tendenz steigend.
Welche Erkrankungen sich hinter dem Begriff verbergen, woran sie sich erkennen lassen und welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen, erklärt Prof. Dr. Alexander Pfeil, Leiter des Rheumazentrums (G-BA-Kriterien) sowie der Sektion Rheumatologie und Osteologie der Klinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Jena (UKJ) bei der Jenaer Abendvorlesung am 28. Oktober 2026. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu stellen.
„Vielen denken bei Rheuma ausschließlich an schmerzende Gelenke. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen können aber auch andere Organe betreffen – etwa Herz, Lunge oder Nieren“, weiß Alexander Pfeil. Denn der Begriff „Rheuma“ steht für mehr als 200 verschiedene Krankheitsbilder. Dazu gehören unter anderem die rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis, Spondyloarthritiden sowie systemische Autoimmunerkrankungen und Gefäßentzündungen. „Auch wenn sich die Erkrankungen in ihren Ursachen, Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden, haben sie eins gemein: Eine frühe fachärztliche Abklärung ist wichtig, um die Erkrankung zu erkennen und die passende Behandlung einzuleiten“, so der Rheuma-Experte.

Foto: Szabó/UKJ
Dafür arbeiten die Rheumatologinnen und Rheumatologen im Rheumazentrum am UKJ eng mit weiteren Fachdisziplinen des Klinikums zusammen, wie der Kinder- und Jugendrheumatologie, Nephrologie, Kardiologie, Pneumologie, Dermatologie, Neurologie und Unfallchirurgie. Bei der Diagnostik setzt das Rheuma-Team auf eine Kombination aus ausführlichen Gesprächen mit den Betroffenen, einer körperlichen Untersuchung, Laboruntersuchungen sowie bildgebenden Verfahren wie Ultraschall. Abhängig von der jeweiligen Erkrankung, ihrer Aktivität und den individuellen Voraussetzungen der Betroffenen, steht eine große Bandbreite verschiedener Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben bewährten Basistherapien kommen zunehmend sogenannte Biologika zum Einsatz. „Da<mit können wir gezielt in das Immunsystem eingreifen: Spezielle Eiweiße blockieren dort die Entzündungsreaktion“, erklärt Alexander Pfeil. Außerdem stellt er in der Jenaer Abendvorlesung auch neue zielgerichtete zelluläre Behandlungsansätze, wie die CAR-T-Zell-Therapie, vor.
Über das Rheumazentrum am UKJ
Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bescheinigt dem Rheumazentrum am UKJ höchste Qualität bei der Diagnostik und Behandlung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen – als einziges Zentrum mit rheumatologischer Komplettversorgung in ganz Thüringen. Im Rheumazentrum werden jährlich mehr als 10.000 Patientinnen und Patienten ambulant, tagesklinisch und stationär betreut. Als Teil des Zentrums für Seltene Erkrankungen ist das Rheumazentrum auch auf die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit seltenen rheumatischen Erkrankungen wie Dermatomyositis oder Gefäßentzündungen wie Riesenzellarteriitis spezialisiert.
Wenn der Körper Alarm macht – Rheuma verstehen und behandeln: Jenaer Abendvorlesung am 28. Oktober 2026 um 19 Uhr im Hörsaal I, Universitätsklinikum Jena, Am Klinikum1. Die kostenlose Hybrid-Veranstaltung kann auch online verfolgt werden. Den Einwahllink samt Kenncode gibt es unter www.uniklinikum-jena.de/Abendvorlesung!
Text: PM Universitätsklinikum Jena















































































































































































































